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Digitales Führen basiert auf Vertrauen

Worauf es bei digitaler Führung ankommt

Mit Corona hat sich vieles verändert. Von heute auf morgen ist das Leben beruflich und privat für die meisten von uns ein anderes geworden. Während das Arbeiten von zuhause vor einem Jahr noch eine Ausnahme war, ist es heute vielfach die Regel. Alle, die ihre Arbeit zuhause erledigen können, sind dazu aufgerufen, nicht ins Büro zu kommen und mobil von zuhause zu arbeiten. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen. Für unsere IT war das eine große Aufgabe, unsere Kolleginnen und Kollegen mit dem notwendigen Equipment und den Voraussetzungen auszustatten. Nicht nur Hardware war nötig, es fehlten an manchen Stellen auch Tools, die das digitale Zusammenarbeiten überhaupt erst ermöglichen. Neue Arbeitsweisen, neue Methoden, neue Werkzeuge, neue Software. Eine ganz schöne Umstellung für die meisten von uns, die Flexibilität und an mancher Stelle auch Schulungen erfordert.

 

Mark Steinbach und Andreas Fischer, Geschäftsführer der opta data Gruppe

Die Krise als Chance

Jetzt - ein Jahr später - sind wir einen riesigen Schritt weiter. Wir haben die Krise als Chance genutzt, um uns weiterzuentwickeln und digitaler zu werden. Ein Großteil unserer Kolleg:innen sind nun von zuhause voll arbeitsfähig. Man hat sich und seinen Arbeitsalltag an die neue Situation angepasst, hat sich eingerichtet und es funktioniert sehr gut.

 

Tatsächlich hat eine interne Umfrage in der opta data Gruppe ergeben, dass unsere Kolleg:innen sehr zufrieden sind und gerne flexibel und mobil arbeiten und sich das auch über die Corona-Pandemie hinaus wünschen.
„Uns liegt die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter sehr am Herzen“, betont Mark Steinbach, Geschäftsführer der opta data Gruppe. „Der Erfolg unseres Unternehmens hängt zum größten Teil von unseren Mitarbeitenden und ihrem Engagement ab und allein ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir bisher so gut durch die Krise gekommen sind.“

 

„Braucht man beim Arbeiten von zuhause eigentlich noch Führungskräfte?“

Wie zufrieden und glücklich ich als Mitarbeiter:in mit meiner Aufgabe bin und wie motiviert ich bin, hängt zu einem großen Teil auch an der Führungskraft und am Führungsstil. In unserer heutigen digitalen Welt müssen wir uns daher jetzt die Frage stellen: Ist der eigene Führungsstil überhaupt noch geeignet, wenn man sein Team gar nicht mehr persönlich sieht und nun digital führen muss? Wir sprachen mit unseren Geschäftsführern Andreas Fischer und Mark Steinbach über Herausforderungen und Chancen und darüber, wie sie selbst sich organisiert haben.

Herr Steinbach, Herr Fischer, provokant gefragt: Braucht man beim Mobilen Arbeiten überhaupt noch Führungskräfte? Organisiert sich nicht ohnehin jeder selbst?

Mark Steinbach: Das ist eine sehr interessante Frage, die man sich allerdings nicht nur jetzt in diesen Krisenzeiten stellen muss, sondern generell. Und die Antwort ist: gute Führungskräfte braucht man immer und sie sind jetzt sicherlich wichtiger denn je. Jeder weiß doch, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens zum großen Teil von den Mitarbeitenden abhängt. Zufriedene und motivierte Mitarbeitende leisten definitiv mehr als die, die unmotiviert und unzufrieden sind. Und es ist die Aufgabe einer Führungskraft, dafür zu sorgen, dass das Team zufrieden ist und motiviert bleibt.
Andreas Fischer: Die momentane Situation während der Corona-Pandemie ist eine große Herausforderung für uns alle. Homeoffice, Homeschooling, geschlossene Schulen und Kitas, kaum Sport- und Ausgleichsmöglichkeiten. Für viele von uns ist das alles völlig neu und man muss sich auf einen neuen Arbeitsalltag und eine neue Arbeitsweise einstellen. Da ist es umso wichtiger, dass man eine Führungskraft hat, auf die man sich verlassen kann, die einem in diesen unsicheren Zeiten wenigstens im Job Halt, Wertschätzung und Orientierung gibt.

Was macht eine gute Führungskraft aus?

Mark Steinbach: Die Zeiten sind sicher nicht einfach und an Führungskräfte werden heute sowieso schon hohe Anforderungen gestellt. Wir müssen flexibel, digital und agil sein. Darüber hinaus sollten wir kooperativ agieren, innovativ sein und immer offen für Neues, am Puls der Zeit und nachhaltig-strategisch handeln und das am besten immer ehrlich, verbindlich und fair. Aber letztlich ist es wichtig, mit den Mitarbeitenden auf Augenhöhe zu sein, sie respektvoll, kollegial und wertschätzend zu behandeln und die Werte unseres Unternehmens – menschlich, vertrauensvoll, mutig und integer – zu vorzuleben.
Andreas Fischer: Genau. Wir sollten auch ein gutes Vorbild sein und mit gutem Beispiel vorangehen und im Idealfall möglichst viele Rollen in einer Person vereinen. Eine gute Führungskraft sollte Koordinator, Moderator, Mentor, Unternehmer und Motivator in einer Person sein und das ist natürlich gar nicht so einfach. Daher entwickelt unsere Personalentwicklungs-Abteilung stetig neue Formate, um unsere Führungskräfte zu schulen und weiterzuentwickeln, um mit dem neuen Normal und den Anforderungen gut umgehen zu können.

Worauf kommt es bei Führung in diesen digitalen Zeiten denn besonders an?

Mark Steinbach: Wenn ich meine Mitarbeitenden nicht mehr täglich sehe, brauche ich vor allem eins: Vertrauen. Natürlich ist es wichtig, das große Ganze im Blick zu behalten aber es ist wichtig die Verantwortung zu übertragen und auch darauf zu vertrauen, dass die Mitarbeitenden es auch gut erledigen werden. Darüber hinaus ist ein gutes Briefing die halbe Miete. Nur wer genau weiß, was zu tun ist, wie die Erwartungshaltung und was das Zielbild ist, kann ein gutes Ergebnis erzielen. Es liegt also auch in meiner Hand als Führungskraft.
Andreas Fischer: Und auf die Kommunikation kommt es an. Wenn die Führung wie in Zeiten wie diesen hauptsächlich auf digitalen Wegen erfolgt, ist es wichtig, in Kontakt zu bleiben und sich möglichst viel auszutauschen und Wertschätzung zu zeigen. Das geht auch digital per Mail oder Telefon. Regelmäßige Videocalls mit dem Team oder andere Team-Rituale können dabei helfen, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und das Wir-Gefühl weiterhin nicht zu verlieren.

Wie haben Sie sich in der opta data Gruppe neu organisiert und auf die neue Situation eingestellt?

Mark Steinbach: Wir versuchen immer das Beste aus jeder Situation zu machen und eine Chance darin zu sehen. In der Digitalisierung haben wir in allen Bereichen riesen Schritte nach vorne gemacht und beschäftigen uns im Unternehmen ganz intensiv mit der Zukunft und der Zukunftsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen und wir haben den Anspruch, uns stetig zu verbessern und weiterzuentwickeln.
Andreas Fischer: Wir haben neue Software und Tools eingeführt, um das digitale Zusammenarbeiten der Kolleginnen und Kollegen zu verbessern. Darüber hinaus hat auch unsere Personalentwicklung Programme entwickelt, um die Führungskräfte bestmöglich für die neue Situation und die neuen Herausforderungen zu rüsten und weiterzubilden. Das ist enorm wichtig, weil schließlich für uns alle alles neu ist.

Und was ist für Sie persönlich die größte Herausforderung, wenn man von zuhause aus arbeitet?

Mark Steinbach: Wenn man zuhause arbeitet verschwimmen Privat- und Berufsleben immer mehr miteinander. Man hat keine Fahrtzeiten mehr zur Arbeit und neigt dazu, den Terminkalender viel zu voll zu packen. Ein Videocall jagt den nächsten. Viel Arbeit, viele Themen. Aber wir brauchen auch Pausen und Ausgleich. Das dürfen wir nicht vergessen.
Andreas Fischer: Auch, wenn der Feierabend zuhause nur bedeutet, den Rechner auszumachen, ist es wichtig, den Feierabend einzuhalten und sich dem Privatleben zu widmen. Keiner muss ständig erreichbar sein. Abends raus an die frische Luft zu gehen, um Abstand zu bekommen, ist sicherlich ein guter Tipp.

Vielen Dank für das offene Gespräch.